Bank of England schlägt vorläufige Obergrenzen für Stablecoin-Holdings vor, um Risiken im digitalen Zahlungsverkehr zu minimieren.

· Patrick Kurz

Die Bank von England hat eine Reihe neuer Vorschriften für Stablecoins vorgeschlagen, darunter eine vorübergehende Obergrenze von 20.000 Pfund (26.350 US-Dollar) pro Coin für private Anleger.

Die neuen Regeln würden ebenfalls eine Obergrenze von 10 Millionen Pfund (13,18 Millionen US-Dollar) pro Coin für Unternehmen festlegen, wobei Ausnahmen für bestimmte Firmen wie Krypto-Börsen und Supermärkte möglich sind.

Sowohl die Obergrenzen für Einzelpersonen als auch für Unternehmen sind als vorübergehende Sicherheitsmaßnahmen gedacht, während sich die Wirtschaft an digitales Geld anpasst. Diese werden aufgehoben, „sobald der Übergang keine Risiken für die Bereitstellung von Finanzierungen an die reale Wirtschaft mehr darstellt“, erklärt die Bank von England.

Das neue Regelwerk würde nur für auf dem Pfund Sterling basierende „systemische“ Stablecoins gelten, die künftiger für den Einzelhandel und die Großhandelsabrechnung genutzt werden könnten. Stablecoins, die ausschließlich für den Kauf und Verkauf von Krypto-Assets verwendet werden, würden nicht von den Vorschriften der Bank von England erfasst.

Darüber hinaus würden die neuen Regeln es Emittenten systemischer Stablecoins erlauben, bis zu 60% ihrer Sicherheiten in kurz- oder mittelfristige britische Staatsanleihen zu halten.

Sarah Breeden, die stellvertretende Gouverneurin der Bank von England für finanzielle Stabilität, erklärt, dass die vorgeschlagenen Regelungen „geeignet für eine Zukunft sind, in der Stablecoins eine bedeutende Rolle im Zahlungsverkehr spielen“.

Die Konsultationsperiode zu den vorgeschlagenen Regeln endet im Februar, danach plant die Zentralbank, das Feedback zu berücksichtigen und die Verhaltensregeln später im Jahr 2026 abzuschließen.

Häufig gestellte Fragen:

Was sind Stablecoins?
Stablecoins sind Kryptowährungen, die an einen stabilen Vermögenswert wie eine Fiat-Währung (z. B. den US-Dollar oder das Britische Pfund) gebunden sind, um Preisschwankungen zu minimieren.

Warum schlägt die Bank von England diese Vorschriften vor?
Die Vorschriften sollen sicherstellen, dass die Verwendung von Stablecoins im Finanzsystem sicher ist und keine Risiken für die wirtschaftliche Stabilität darstellt.

Gibt es Ausnahmen von den Obergrenzen für Stablecoin-Halte?
Ja, es könnte Ausnahmen für bestimmte Unternehmen wie Krypto-Börsen und Supermärkte geben.

Wann wird die Konsultationsperiode für die neuen Vorschriften enden?
Die Konsultationsperiode endet im Februar, nach deren Abschluss die Bank von England das Feedback auswerten wird.

Wann plant die Bank von England, die endgültigen Regeln bekannt zu geben?
Die Bank plant, die endgültigen Verhaltensregeln später im Jahr 2026 zu veröffentlichen.