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Ölpreise auf neuem Höchststand 2023 – Inflation und Zinserhöhungen könnten zu riskantem Ausgang für Kryptowährungen führen

Ölpreise erreichen neue 2023er Höchststände

Die Ölpreise sind in diesem Quartal auf neue Höchststände für das Jahr 2023 gestiegen. Dies könnte Auswirkungen auf die Inflation haben und die Federal Reserve dazu zwingen, weiterhin die Zinsen zu erhöhen. Diese Entwicklung hat negative Auswirkungen auf Risikoanlagen, einschließlich Kryptowährungen. Es gibt jedoch Meinungen, dass die aktuelle Situation nicht mit der Inflationskrise der 1970er Jahre vergleichbar ist.

Investoren zeigen seit den letzten 18 Monaten ein geringeres Interesse an Risikoanlagen, einschließlich Kryptowährungen. Zentralbanken haben aggressiv die Kreditkosten erhöht, um die Liquidität zu reduzieren und die Inflation einzudämmen. Obwohl der Preisdruck in diesem Jahr nachgelassen hat, könnte sich die Situation aufgrund der jüngsten Ölpreisrallye wieder verschlechtern. Einige Krypto-Beobachter sind der Meinung, dass höhere Ölpreise Auswirkungen auf die Inflation haben und den Konsum beeinträchtigen werden.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI), das US-amerikanische Ölbenchmark, ist in diesem Quartal um 30% gestiegen und hat erstmals die Marke von 93 US-Dollar pro Barrel überschritten. Dies könnte sich auf die Kerninflation auswirken und den Konsum beeinträchtigen, was zu hohen Zinserwartungen führt und die Aktienbewertungen belastet.

Höhere Ölpreise haben oft Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise für Endverbraucher und erhöhen wichtige Inflationsindikatoren wie den Verbraucherpreisindex (CPI). Dadurch wird das verfügbare Einkommen der Haushalte reduziert, was zu schwachem Konsum, geringerem Wirtschaftswachstum und weniger Neigung zum Investieren in hochriskante Anlagen wie Bitcoin und Technologieaktien führt. Interessanterweise hat Bitcoin kürzlich wieder eine positive Korrelation mit Aktien gezeigt.

Ein hoher CPI könnte auch dazu führen, dass die US-Notenbank und andere Zentralbanken die Zinsen weiter erhöhen und auf hohem Niveau halten, was ebenfalls die Attraktivität von Risikoanlagen einschränkt. US-Staatsanleihen sind bereits seit über einem Jahrzehnt im Vergleich zu Risikoanlagen am attraktivsten. Die Fed hat seit März 2022 die Zinsen um 525 Basispunkte erhöht. JPMorgan-CEO Jamie Dimon hat kürzlich sogar vorgeschlagen, dass die US-Zinssätze im schlimmsten Fall auf 7% steigen könnten, wenn es zu Stagflation kommt.

Höhere Zinssätze führen in der Regel zu einem steigenden US-Dollar, der weltweit die finanziellen Bedingungen verschärft. Historisch betrachtet hat sich Bitcoin hauptsächlich entgegengesetzt zum Dollarindex entwickelt.

Es wird erwartet, dass der Anstieg der Ölpreise die wirtschaftliche Abschwächung verschlimmert und die Inflation erhöht. Damit wird es schwieriger, das Gleichgewicht zwischen Wachstum und Inflation zu halten, was auch von der Glaubwürdigkeit der Zentralbanken abhängt.

Laut QCP Capital aus Singapur sollten Trader besonders auf einen möglichen Ausbruch des WTI-Ölpreises über 100 US-Dollar achten. Dies könnte den Beginn eines umfassenden Risikoabschwungs bedeuten.

Es wird viel darüber diskutiert, ob die aktuelle Inflationssorge mit den 1970er Jahren vergleichbar ist, als die US-Wirtschaft von mehreren Inflationsschüben infolge einer Energiekrise betroffen war. Eine Wiederholung der 1970er Jahre würde Stagflation bedeuten, das schlechteste Szenario für Risikoanlagen.

Laut ING ist die jetzige Situation jedoch anders aufgrund des schwachen Lohnwachstums. Während in den 1970er Jahren das reale Lohnwachstum positiv blieb, ist es diesmal schnell negativ geworden, was die Nachfrage der Verbraucher drastisch gedrosselt hat. Dadurch sind die Chancen für eine lang anhaltende zweite Inflationsspitze geringer.

Fazit:
Die aktuellen Ölpreissteigerungen haben Auswirkungen auf Inflation, Zinsen und Risikoanlagen, einschließlich Kryptowährungen. Obwohl die Situation nicht genau mit der Inflationskrise der 1970er Jahre vergleichbar ist, bleibt die Entwicklung dennoch von großer Bedeutung. Es wird erwartet, dass die Ölpreise weitere wirtschaftliche Auswirkungen haben werden und das Gleichgewicht zwischen Wachstum und Inflation schwieriger zu erreichen ist.

Häufig gestellte Fragen

Wie haben sich die Ölpreise in diesem Quartal entwickelt?

Die Ölpreise sind in diesem Quartal auf neue Höchststände für das Jahr 2023 gestiegen. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) ist um 30% gestiegen und hat erstmals die Marke von 93 US-Dollar pro Barrel überschritten.

Wie könnten sich höhere Ölpreise auf die Inflation auswirken?

Höhere Ölpreise können zu steigenden Kraftstoffpreisen führen, was wiederum wichtige Inflationsindikatoren wie den Verbraucherpreisindex (CPI) erhöht. Dadurch wird das verfügbare Einkommen der Haushalte reduziert, was zu schwachem Konsum, geringerem Wirtschaftswachstum und weniger Neigung zum Investieren in hochriskante Anlagen führt.

Welche Auswirkungen haben steigende Zinsen auf Risikoanlagen?

Steigende Zinsen führen in der Regel zu einem steigenden US-Dollar, der weltweit die finanziellen Bedingungen verschärft. Dies hat negative Auswirkungen auf Risikoanlagen wie Kryptowährungen. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank und andere Zentralbanken die Zinsen weiter erhöhen und auf hohem Niveau halten, was die Attraktivität von Risikoanlagen einschränkt.

Gibt es Parallelen zwischen der aktuellen Inflationssorge und den 1970er Jahren?

Es wird viel darüber diskutiert, ob die aktuelle Inflationssorge mit den 1970er Jahren vergleichbar ist. Während die 1970er Jahre mehrere Inflationsschübe aufgrund einer Energiekrise erlebten, gibt es laut Analysten Unterschiede. Insbesondere das schwache Lohnwachstum in der aktuellen Situation könnte dazu beitragen, dass eine lang anhaltende zweite Inflationsspitze unwahrscheinlicher ist.

Wie könnte sich die Entwicklung der Ölpreise weiterentwickeln?

Trader sollten besonders auf einen möglichen Ausbruch des WTI-Ölpreises über 100 US-Dollar achten. Ein solcher Ausbruch könnte den Beginn eines umfassenden Risikoabschwungs bedeuten, artikulieren Markteinblicksteams von QCP Capital.

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